Vitamin C ist nahezu an allen dynamischen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Es kann Heilung bewirken, wo keine Heilung mehr möglich erscheint. Schmerzen und Leiden können durch Vitamin C gelindert werden, wo anderweitiges therapeutisches Bemühen bereits aufgegeben worden ist. Es ist ausgezeichnet verträglich, therapeutisch hoch wirksam und kann bei einer Vielzahl von akuten und chronischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Fast alle Tiere und Pflanzen können aus Glucose über mehrere enzymatische Stufen ihr eigenes Vitamin C herstellen. Der Mensch kann es leider nicht. Vor etwa 60 Millionen Jahren büßte ein Vorgänger der Primaten durch Gen-Mutation die Fähigkeit ein, das Enzym L-Gulonlacton-Oxydase herzustellen, welches in der Leber zur Produktion von Vitamin C benötigt wird. Damit hat der Mensch die Fähigkeit zu Vitamin C -Synthese verloren, und er muß es täglich seinem Körper über die Nahrung zuführen.

Vitamin C (C6 H8 O6) besteht aus den natürlichen Stoffen: Kohlenstoff + Wasserstoff + Sauerstoff. Der deklarierte Vitamin C Bedarf von 75-100mg pro Tag für einen Erwachsenen, ist viel zu niedrig angesetzt. Das ist Fachleuten schon lange bekannt. So braucht beispielsweise ein Hund 5 mg Vitamin C pro kg Körpergewicht, eine Ziege 33 mg. Setzt man diese Tiere einem starken Streß aus, verbrauchen sie mehr als das 6-fache an Vitamin C. In jeder Streßsituation verbraucht der menschliche Körper 200-400 mg Vitamin C. Ein ungestreßter Erwachsener müßte, um den gleichen Vitamin C Status zu erreichen wie ungestreßte Tiere, täglich bis zu 3 g Vitamin C zu sich nehmen. Bei Krankheiten und Streß braucht ein Erwachsener sogar bis zu 18 g Vitamin C pro Tag!

Das erklärt zum Teil die außergewöhnlich guten therapeutischen Erfolge durch hochdosierte Vitamin C Infusionen bei Infekten aller Art, rheumatischen Erkrankungen, Allergien, Asthma, Krebs, Arteriosklerose, Herz-Kreislauferkrankungen usw. Im menschlichen Organismus befindet sich in der Hypophyse und in den Nebennieren die höchste Konzentration von Vitamin C, es folgen Gehirn, Retina (Auge), Milz, Leber und Lungen. Das zeigt u.a., daß in unseren "Steuerungszentralen" am meisten Vitamin C benötigt wird. Ist z.B. das Auge nicht ausreichend mit Vitamin C versorgt, führt das zum grauen Star (Katarakt).

Oft hängt der Mangel an Lebenskraft und Vitalität mit einer Unterversorgung von Vitamin C zusammen. Es aktiviert den gesamten Stoffwechsel und bewirkt viele enzymatische Prozesse, behebt chronische Müdigkeit und Erschöpfung. Es stärkt das Immunsystem und ist der Radikalenfänger Nummer 1. Vitamin C unterstützt unser Entgiftungssystem, oxydiert Schwermetalle und Umweltgifte in unserem Organismus und eliminiert sie. Es verhindert die Bildung des krebserregenden Nitrits und schützt so vor Tumorbildung. Vitamin C stimuliert das Hormonsystem und den Fettstoffwechsel. Es bewirkt eine Senkung des Cholesterinspiegels und des schädlichen LDL-Cholesterin bei gleichzeitiger Erhöhung des guten HDL-Cholesterins. Für Allergiker und Asthmakranke ist wichtig, daß Vitamin C Histamin abbaut. Vitamin C ist auch für die Kollagen-Produktion verantwortlich und sorgt damit für gesunde Knochen und Bindegewebe. Im Blut von Rheumakranken ist die Vitamin C Konzentration im Vergleich zu Gesunden bis zu 90% reduziert! Zunehmende Wirbelsäulenschädigungen stehen in Relation mit zunehmendem Vitamin C Mangel in der Bevölkerung. Zahnfleischbluten beispielsweise kann ein erster Hinweis auf Vitamin C Defizit sein. Vitamin C ist in der Lage, verbrauchtes Vitamin E zu regenerieren, und es sorgt für die Eisenresorbtion und deren Verwertung, was für unser Blut und die Sauerstoffversorgung besonders wichtig ist. Die vielfältigen und segensreichen Wirkungen von Vitamin C im menschlichen Organismus sind bis heute noch nicht restlos erforscht, es dürften weit mehr sein, als bisher bekannt ist.

Je nach Art der Erkrankung sind Vitamin C Infusionen mit 15 - 45 g empfehlenswert. Deren gute Verträglichkeit setzt voraus, daß reines Vitamin C ohne Konservierungsstoffe verwendet wird. Die genaue Dosierung kann über den Medikamententest EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) ermittelt werden. Bei Vitamin C Mangel sind Infusionen deshalb nötig, weil die Ascorbinsäure so direkt, unter Umgehung des Verdauungstraktes, in das Blut gelangen kann. Eine Überdosierung mit Vitamin C ist nicht schädlich, da der Organismus das überschüssige Vitamin C aus dem Blut sofort wieder über die Nieren ausscheidet. Das kann mit Hilfe eines Teststreifens im Urin nachgewiesen werden. Solange kein Vitamin C im Urin vorhanden ist, bedeutet das, daß der Körper das verabreichte Vitamin C gebraucht hat.

Ein unter Vitamin C Mangel leidender Mensch ist nicht in der Lage, diesen über die Nahrung zu absorbieren. Im Dünndarm sind spezielle Transportmoleküle, die immer nur eine begrenzte Menge an Vitamin C aufnehmen können. Sind alle Transpotmoleküle besetzt, so wird das überschüssige Vitamin C über den Darm ausgeschieden. Deshalb ist es nicht möglich, über Vitaminsäfte einen größeren Vitamin C Defizit auszugleichen. Nur für den normalen täglichen Bedarf ist es sinnvoll, Vitamin C Tabletten (ohne Konservierungsstoffe!) über den Tag verteilt zu lutschen.
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