unklare Krankheitsursache

Sie ist eine Eiweißstoffwechselstörung, von der ca. 12% unserer Bevölkerung betroffen ist. Pyrrolurie (auch "Malvaria" genannt) ist vielen Ärzten und Heilpraktikern noch weitgehend unbekannt. Sie kann zu den verschiedenartigsten körperlichen und geistig-seelischen Krankheitsbildern führen. Viele Menschen leiden seit Jahrzehnten unter unklaren Krankheitssymptomen, laufen von Arztpraxis zu Arztpraxis, und erfahren kaum Linderung ihrer Beschwerden.
Dabei wäre es so einfach. Wenn den Betroffenen die Ursache der Erkrankung bekannt wäre, ließen sich mit der entsprechenden Therapie relativ schnell Behandlungserfolge erzielen.
Pyrrole sind Bausteine des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff). Sie fallen im Organismus beim Abbau der roten Blutkörperchen an. Bei Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel werden sie in der Leber zu Gallenfarbstoffen umgebaut und über den Darm ausgeschieden. Bei Menschen mit Pyrrolurie werden die Pyrrole nicht genügend über den Darm ausgeschieden. Dadurch erfolgt ein vermehrter Anfall von Pyrrolen im Blut. Die freien Pyrrole verbinden sich mit Zink und Vitamin B6 zu einem festen Komplex und können nur so zusammen mit diesen wichtigen Nährstoffen über den Urin ausgeschieden werden. Dadurch entsteht ein Mangel an Zink und Vitamin B6, der im Laufe von Jahren schleichende Krankheitsprozesse in Gang setzt. Verstärkt wird dieser Vorgang noch durch Einwirkung von Umweltschadstoffen, Stress, psychischen Belastungen und Mangelernährung.
Zink ist ein essentielles Spurenelement, dass beim Aufbau von mehr als 200 Enzymen beteiligt ist. Es ist u.a. wichtig für unser Immunsystem, wird zur Hormonbildung benötigt und schützt den Organismus vor Umweltgiften, besonders vor Metallen und Antioxidansien. Zinkmangel kann zu Störungen von Haut, Nägeln, Haaren, Knochen, Gelenken, Muskeln führen und sogar der Auslöser einer Legasthenie sein. Depressionen, Psychosen, Aggressivität und Hyperaktivität können durch einen Mangel an Zink verursacht worden sein. Reich an Zink sind Heringe, Garnelen, Aale, Sprotten, Hülsenfrüchte (besonders Linsen) und Vollkorngetreide.
Vitamin B6 ist an mehr als 100 Stoffwechselprozessen im Organismus beteiligt. Es reguliert u.a. den Blutzuckerspiegel, wird beim Aufbau von Proteinen und Neurotransmittern, von Hämoglobin und Fettsynthese benötigt. Die Folgen eines Vitamin B6 Mangels können z.B. körperlicher und geistiger Leistungsabfall,
Übelkeit, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, psychischen Störungen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Depressionen sein. In Lebensmittel ist Vitamin B6 hauptsächlich in Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Vollkorngetreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Bananen enthalten.
Pyrroliker werden gerne als Hypochonder abgestempelt. Sie haben von Kindheit an viele Erkrankungen und Diagnosen erlebt und erfahren. Häufig waren sie "Problemkinder", hyperaktiv, hatten Lernschwierigkeiten, besonders von Vokabeln. Sie leiden oft an Konzentrationsstörungen und "bekommen ihr Leben nicht so richtig in den Griff".
Bei unklaren und häufig unterschiedlichen Symptomen sollte man immer an Zink- und Vitamin B6-Mangel durch Pyrrolurie denken. Allergien auf verschiedene Stoffe, wie Pollen, Pflanzen, Tierhaare und Lebensmittel können durch Vitamin B6-Mangel entstehen, denn das Allergie auslösende Hormon Histamin benötigt zum Abbau Vitamin B6.
Einige Krankheiten, die durch Pyrrolurie verursacht werden können sind beispielsweise: Angst, Allergien, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS), ADHS (mit Hyperaktivität), Anämie, Anorexie (Eßstörungen), Akne, Autismus, Blutarmut, Carpaltunnelsyndrom, Darmentzündungen, Demenz, Durchfälle, Depressionen, Fehlgeburten, Fibromyalgie, schlechtes Kurzzeit- und Namensgedächtnis, Halluzinationen, Herpes, Hyperaktivität, Hyperkinetisches Syndrom (Zappelphilipp), Impotenz , Infektanfälligkeit, Legasthenie, Lernstörungen, verlangsamtes Knochenwachstum, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Nervenentzündungen, Neuropathien, Pigmentstörungen, Psoriasis, rheumatische Erkrankungen, Schizophrenie, Schlafstörungen, Schmerzen, Schwangerschaftserbrechen, fehlende Traumerinnerung, Übelkeit, Wahnvorstellungen, Weichteilrheuma, enge Zahnstellung, Zyklusstörungen.
Der Nachweis einer Pyrrolurie ist relativ einfach. Wenn wir einen Mineralstoff- und Vitaminmangel ausgetestet haben, untersuchen wir mit einem speziellen Labortest den Urin auf Kryptopyrrol. Wenn dieser Nachweis positiv ist und eine Pyrrolurie besteht, testen wir die entsprechenden naturheilkundlichen Mittel für den betroffenen Patienten aus und sorgen dafür, dass seine Mangelzustände behoben werden und seine Mineralstoff- und Vitamindepots wieder aufgefüllt werden.
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