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Professor Dr. Günther Enderlein

Blut ist ein ganz besonderer Saft. (Goethe, Faust I, Mephistopheles)

Das Erkennen der aktuellen Stoffwechsellage, Abwehrkraft und Vitalität eines Menschen ist mit diesem speziellen mikroskopischen Verfahren möglich. Ein winziger Blutstropfen aus dem Finger genügt dazu.

Unser Blut ist nicht steril - es ist ein lebender Mikrokosmos. Winzige Mikroorganismen bewegen sich zwischen roten Blutkörperchen, verbinden sich miteinander oder zerfallen wieder zu kleinen zappelnden Pünktchen (Protite). Bakterienstäbchen bilden sich, die von weißen Blutzellen gefressen werden. Die roten Blutkörperchen verändern ihre Form, werden stachelig, bekommen Dellen oder sehen zitronenförmig aus. Lange weiße Fäden schwimmen im Serum. Blutkörperchen drängen sich aneinander und sehen wie Geldrollen aus. Wir staunen über die vielgestaltigen Lebensvorgänge in unserem Blut! Das Blut lebt unter dem Mikroskop oft noch tagelang - wir können zusehen!

Bei der Dunkelfeld-Mikroskopie ist es durch eine spezielle Beleuchtungstechnik möglich, viele Lebensvorgänge im Blut zu erkennen, die im schulmedizinisch üblichen Lichtmikroskop nicht zu sehen sind. Bis heute noch wird an den Universitäten gelehrt, daß das Blut steril und ohne Mikroorganismen sei. Oft kommen kranke Menschen mit schweren Krankheitssymptomen, die nach der normalen schulmedizinischen Blutuntersuchung völlig "normale Blutwerte" haben. Das trifft auch auf die Art, Form und Anzahl der Blutzellen zu, trotzdem ist der Patient krank. Durch eine Dunkelfelduntersuchung könnte bei vielen von ihnen geholfen werden, die Ursache zu finden. Beide Diagnoseverfahren haben ihre Berechtigung und ergänzen einander. Im Interesse der Patienten sollten deshalb auch beide Diagnoseverfahren eingesetzt werden.

Seit Millionen von Jahren lebt der Mensch in Symbiose mit Urkeimen, den sog. Endobionten (Protite), meist nichtpathogene Formen der Schimmelpilze Mucor racemousus Fresen und Aspergillus niger van Tieghem. Sie beeinflussen u.a. den Zustand unseres Blutes, seine Fließeigenschaft und die Lebensdauer der Blutkörperchen. Sie ermöglichen die Blutgerinnung und damit überhaupt erst die Lebensfähigkeit sämtlicher Wirbeltiere. Außerdem stützen sie unser Immunsystem, denn sie können auch Krankheitserreger abbauen.

Einige dieser Mikroorganismen durchlaufen einen Entwicklungskreislauf in verschiedenen Stadien. Professor Dr. Enderlein hat dafür den Begriff "Cyclogenie" eingeführt, nach diesem Gesetz verläuft die Entwicklung der Endobionten von der Primitivphase bis hin zu den hochentwickelten Formen der Bakterien und Pilze. (Pleomorphismus). Zwischen diesen beiden Entwicklungsstadien gibt es unzählige Wuchsformen, die für den Menschen hilfreich, unschädlich oder schädlich sind und Krankheiten hervorrufen können, wobei die Krankheitsschwere mit steigender Entwicklung zunimmt.

Auf der niedrigsten Stufe befindet sich die Urform, der Protit, ein pflanzlicher Eiweißkörper mit einem Durchmesser von einem Hunderttausendstel Millimeter. In dieser niederen Wuchsform lebt er friedlich in unserem Blut. Die Symbiose kann gestört werden, wenn sich das Milieu unseres Blutes verändert. Umweltgifte, ständige Infektionen, seelische Depressionen, falsche Ernährung (Fett, tierisches Eiweiß, Zucker) und falsche Lebensweise (Streß) kann das Säure-Basen-Gleichgewicht des Blutes verschieben. Um überleben zu können, muß sich der Protit dem verändertem Blut anpassen. Er entwickelt höhere Lebensformen, wird zum feindseligen und zerstörenden Parasiten: das Gleichgewicht ist gestört, und der Mensch wird krank. Auf der höchsten Entwicklungsstufe steht der Pilz. Man findet ihn nur im Blut sehr kranker bzw. toter Menschen.

Die Höherentwicklung der jeweiligen Protite bewirken im menschlichen Organismus eine zunehmende Verdickung und Verlangsamung des Blutes. Das führt u.a. zu Durchblutungsstörungen, Gefäßveränderungen, venösen Stauungen, Thrombosen und Schlaganfällen, Bronchitis, Tuberkulose, Rheumatismus, Morbus Bechterew, Arthrose und Arthritis, Diabetes, Gicht, Anämie, Leukämie und Krebserkrankungen.

Alle o.g. Krankheiten werden durch die Höherentwicklung der Protite verursacht, die ihrerseits durch ihren Stoffwechsel das Milieu des Blutes immer mehr vergiften und so sich selbst das Milieu schaffen, in dem sie sich am besten vermehren und leben können. In der Dunkelfeld-Mikroskopie kann man sehen, wie weit die Endobiose fortgeschritten ist. Krankheiten können so oftmals bereits im Frühstadium erkannt und therapiert werden.

Wenn unsere Selbstheilungskräfte nicht mehr in der Lage sind, das Symbiosegleichgewicht wiederherzustellen, entstehen Krankheiten, die unseren Organismus schädigen. Krankheiten sind nicht einfach plötzlich vorhanden, sondern sie entwickeln sich.

Ziel einer Therapie ist der Abbau der höheren Entwicklungsformen des Endobionten zurück in das unschädliche Primitivstadium der Protite. Die dabei frei werdenden Stoffwechselschlacken und Gifte können dann über Nieren, Darm, Leber, Lunge und Haut ausgeschieden werden.
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