Immer dieser Ärger mit dem zu kurzen Bein

Es ist schon ärgerlich, wenn die neuen Jeans nicht passen. Sie sitzen zwar prima, nur muß das eine Bein gekürzt werden. Ach wäre es schön, wenn man zwei gleich lange Beine hätte! Ein häufig beobachtetes Problem: Die Längendifferenz von Armen und Beinen. Um die Differenz der Beinlängen auszugleichen, hat der Orthopäde eine Erhöhung des Schuhabsatz vorgeschlagen.

Scheinbare Beinlängendifferenzen sind keine Seltenheit. In ganz wenigen Fällen, z.B. durch einen Unfall oder schwere Erkrankungen in der Wachstumszeit bedingt, sind die Beine wirklich unterschiedlich lang. In den meisten Fällen aber handelt es sich nur scheinbar um eine Längendifferenz. In Wirklichkeit sind beide Beine gleich lang. Oft ist eine Fehlstellungen der Hüftgelenke schuld. Sie verursacht den Beckenschiefstand, d.h. das Becken steht nicht rechtwinklig zur Wirbelsäule, sondern es ist seitlich etwas gekippt. Dadurch ist das eine Hüftgelenk höher als das andere plaziert, und das betreffende Bein scheint kürzer zu sein.

Beginn fast aller Wirbelsäulenprobleme ist die Fehlstellung des Beckens. Ist das Becken nicht in der korrekten Position, überträgt sich diese Fehlstellung auf die ganze Wirbelsäule. Das führt zu Verspannungen der Rückenmuskulatur, zu Verkrampfungen im Schulterbereich, zu Blockierungen des Ileo-Sakralgeleks (Gelenk zwischen Hüft- u. Kreuzbein), zu Schmerzen an der Wirbelsäule, zu Verschiebungen von Wirbeln, zu Knieproblemen usw. Die gesamte Statik des Körpers stimmt nicht mehr. Durch eine Absatzerhöhung wird bei der scheinbaren Beinlängendifferenz die Fehlhaltung des Körpers noch unterstützt, aber die Ursache nicht behoben, und dadurch der Krankheitsverlauf beschleunigt und chronisch. Oft kommt zusätzlich eine durch falsche Ernährung bedingte Übersäuerung und ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen hinzu. Bewegungsmangel, einseitige Belastungen, Umweltgifte, Streß, Ärger und viele andere Faktoren verstärken die Beschwerden im Laufe der Zeit.

Die Wirbelsäule spielt eine zentrale Rolle in unserem Körper. Durch sie zieht das Rückenmark, dem die meisten Nerven entspringen, die den gesamten menschlichen Körper mit seinem Skelett-, Muskel-, Nervensystem, sowie Gefäß-, Lymph- und Hormonsystem versorgen. Gehirn und Rückenmark werden von einer Flüssigkeit (Liquor) rhythmisch umspült. Auch das Rückenmark mit seinen gebündelten Nervensträngen und die Bandscheiben werden durch den Liquorfluß ernährt. Voraussetzung für die gesunde Funktion aller Organe ist eine reibungslose Zirkulation dieser Flüssigkeit.

Die Wirbelsäule besteht aus 7 Hals-, 12 Brust-, 5 Lendenwirbeln, dem Kreuz- und Steißbein. Bereits bei geringen Wirbelfehlstellungen oder Bandscheibenverformungen können die Rückenmarksnerven gequetscht oder geschädigt werden. Der betroffene Nerv kann dann nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr seine Funktion erfüllen. In dem Gebiet, das dieser Nerv versorgen soll, entstehen ernste gesundheitliche Störungen. So kann die Fehlstellung des 2. Brustwirbels zu Herzrhythmusstörungen und des 6. Brustwirbels zu Magenprobleme führen. Der 4. und 5. Lendenwirbel und das Kreuzbein können Ischiasschmerzen verursachen. Auch Kopfschmerzen, Hautkrankheiten, Atembeschwerden, Durchfall oder Verstopfung und fast alle gesundheitlichen Störungen können ihren Ursprung in der Wirbelsäule haben.

Eine optimale Behandlungsform des "kurzen Beines" ist die kraniosakrale Integrationstherapie mit der speziellen "Blocking-Technik". Zusammen mit einer angenehmen und sanften Manipulation der Schädelknochen ist sie eine einzigartige Methode. Die Liquorzirkulation wird dadurch angeregt und die Fehlposition der Wirbelsäule schonend korrigiert. Die gesamte Rückenmuskulatur entspannt sich, die Wirbelsäule wird gelockert und die Wirbel und Beckenknochen können in ihre ursprüngliche Position zurückgleiten. Dadurch wird der Beckenschiefstand ausgeglichen, und die Beine sind wieder gleich lang. Die Körperstatik stimmt wieder. Die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers werden unterstützt und aktiviert. Das führt zur Regeneration des gesamten Organismus.
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